Kältere Winter durch geringe Sonnenaktivität
City- & Szenenews
15.04.2010
Ihr seid froh, dass der besonders lange und kalte Winter endlich überstanden ist? Freut euch nicht zu früh: Die nächsten Winter sehen mindestens genauso aus. Doch woran liegt das?
Was hatte es mit dem außergewöhnlich harten Winter auf sich? Englische und niedersächsische Wissenschaftler gingen dem nach - und fanden eine erstaunliche Antwort.
Schuld an dem kalten Winter ist eben die, auf die wir so sehnsüchtig gewartet haben: Die Sonne. Um das herauszufinden, verglichen die Experten Temperaturmessungen in England seit 1659 und bezogen sie auf die magnetische Aktivität des Sterns.
Die These der Klimaforscher laut der Süddeutschen: Eine besonders geringe magnetische Sonnenaktivität erhöht die Wahrscheinlichkeit kalter Winter in Mitteleuropa, und zwar unabhängig davon, dass sich die Welt insgesamt durch den Klimawandel weiter erwärmt. Anstelle der normalen Westwinde vom warmen Atlantik, wehen Nord- und Ostwinde eiskalte Luft herüber, und das kommt einer weniger aktiven Sonne gerade recht. Über den genauen Vorgang sind sich die Forscher allerdings noch nicht einig.
Die Temperaturen sinken - aber nur in Europa
Sicher scheint nur, dass die Temperaturen zwischen Dezember und Februar aufgrund der geringen Sonnenaktivität ungefähr um ein halbes Grad fallen. Aber: Die Auswirkungen der solaren Aktivität sind auf Europa begrenzt, da die warmen Winde nur hier blockiert werden können.
Der englische Wissenschaftler Mike Lockwood berichtet: "Dieser Winter gehörte in Großbritannien zu den 14 kältesten in 160 Jahren, obwohl die globale Durchschnitts-Temperatur die fünftwärmste war. Solche Diskrepanzen sind viel wahrscheinlicher, wenn die Sonnenaktivität niedrig ist."
Es ist also so gut wie ausgeschlossen, dass die ganze Welt unter der geringeren Sonnenaktivität zu leiden hat - und auch, dass so der Klimawandel verhindert werden könnte. Denn wie Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgen-
forschung erklärt, würde selbst eine jahrzehntelange Phase der Inaktivität die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 nur um 0,3 Grad senken. Doch Europa muss zittern...
(nm)
Ihr seid froh, dass der besonders lange und kalte Winter endlich überstanden ist? Freut euch nicht zu früh: Die nächsten Winter sehen mindestens genauso aus. Doch woran liegt das?
Was hatte es mit dem außergewöhnlich harten Winter auf sich? Englische und niedersächsische Wissenschaftler gingen dem nach - und fanden eine erstaunliche Antwort.
Schuld an dem kalten Winter ist eben die, auf die wir so sehnsüchtig gewartet haben: Die Sonne. Um das herauszufinden, verglichen die Experten Temperaturmessungen in England seit 1659 und bezogen sie auf die magnetische Aktivität des Sterns.
Die These der Klimaforscher laut der Süddeutschen: Eine besonders geringe magnetische Sonnenaktivität erhöht die Wahrscheinlichkeit kalter Winter in Mitteleuropa, und zwar unabhängig davon, dass sich die Welt insgesamt durch den Klimawandel weiter erwärmt. Anstelle der normalen Westwinde vom warmen Atlantik, wehen Nord- und Ostwinde eiskalte Luft herüber, und das kommt einer weniger aktiven Sonne gerade recht. Über den genauen Vorgang sind sich die Forscher allerdings noch nicht einig.
Die Temperaturen sinken - aber nur in Europa
Sicher scheint nur, dass die Temperaturen zwischen Dezember und Februar aufgrund der geringen Sonnenaktivität ungefähr um ein halbes Grad fallen. Aber: Die Auswirkungen der solaren Aktivität sind auf Europa begrenzt, da die warmen Winde nur hier blockiert werden können.
Der englische Wissenschaftler Mike Lockwood berichtet: "Dieser Winter gehörte in Großbritannien zu den 14 kältesten in 160 Jahren, obwohl die globale Durchschnitts-Temperatur die fünftwärmste war. Solche Diskrepanzen sind viel wahrscheinlicher, wenn die Sonnenaktivität niedrig ist."
Es ist also so gut wie ausgeschlossen, dass die ganze Welt unter der geringeren Sonnenaktivität zu leiden hat - und auch, dass so der Klimawandel verhindert werden könnte. Denn wie Georg Feulner vom Potsdam-Institut für Klimafolgen-
forschung erklärt, würde selbst eine jahrzehntelange Phase der Inaktivität die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 nur um 0,3 Grad senken. Doch Europa muss zittern...
(nm)
weitere Nachrichten aus der Kategorie City- & Szenenews:
Diskriminierung oder lediglich polizeiliche Erfahrung? Weil ihn ein Bundespolizist aufgrund seiner Hautfarbe kontrollierte, erstattete ein dunkelhäutiger Deutscher Anzeige - und verlor.
» mehr lesen
38 Kommentare
In Großbritannien steigt der Absatz erotischer E-Books. Auch in Deutschland könnte das unerkannte Konsumieren erotisch-brisanter Geschichten Schule machen.
» mehr lesen
Am 4. August fällt der Startschuss für die nächtliche Laufveranstaltung in Rostock. Der persönliche Startschuss aber kann bereits jetzt abgefeuert werden - was nicht nur sportliche Vorteile birgt.
» mehr lesen



